Erster Dokumentierter Gedankenspaziergang

25.05.2020

das ist der erste gedankenspaziergang.

Ich versuche meinen Gedankenweg zu dokumentieren

welches kein ziel beabsichtigt

um so viel wie möglich dokumentieren zu können werde ich nicht auf punkt und kommmata achten genauso wenig auf groß und kleinschreibung

ich habe kein ziel und werde deshalb auch spontan reagieren

der gedankenspaziergang ist eine spontan entstandene idee die sich damit befassen soll gedanken die sich aus vorhergegangenen gedanken gebildetet haben zu entflechten

wege zu dokumentieren

auf einer karte quasi

es werden gedanken gabelung aufgenommen und aus einer intution heraus entschieden werden in welche richtung sich dieser spaziergang

bewegt

ich bin gerade sehr aufgeregt da ich mich eigentlich im öffentlichen raum bewege aber doch in einem moment des unbeobachteten bin

in einer digitalen blase

doch ist das wirklich relevant ob ich mich in einer digitalen blase befinde oder mich in der realen öffentlichkeit bewege

schon

sehr sogar 

aber so recht weiß ich auch nicht

das gefühl ist schon vorhanden

irgendwie beobachtet zu werden

es ist letztendlich eine offenbarung

seine gedanken so ungefiltertet frei zu geben

so wie ich mich an einem schönen tag im park bewege wobei ich nicht definieren will was ein schöner tag ist und wann ein tag hässlich ist

ich glaube es gibt nichts hässliches

ich glaube viel mehr dass es

eine nebelkerze ist

und warum ist hässlich schlecht

naive aussage von mir vielleicht

ok

aber das ist auch irgendwie egal

ich höre gerade musik

ähnlich wie bei einem spazier gang

eigentlich auch wieder blöd beim spaziergang musik zu hören

da es irgendwie auch wieder ablenkend ist die gedanken sind irgendwie nicht mehr objektiv also im sinne von irgendwie vorrher beeinflusst wenn ich schnelle musik höre habe ich wohl andere gedanken als bei langsamer musik

das ist ähnlich als würde ichmich mit rollschuhen fortbewegen

da kann ich auch nicht jeden weg nehmen

nun gut

irgendwie erinnert mich das hier wie eine tage buch eintrag

aber ich möchte das nicht so beziffern

warum schreiben wir tagebuch

wer ist der adressat

schreibe ich anders wenn ich weiß dass eine große öffentlichkeit irgendwann mal mit lesen wird

vieleicht auch mal gegenstand einer historisch-wissenschaftlichen abhandlung wird

ist der stil dann anders

ist das beim spazieren ähnlich

bewege ich mich anders im raum wenn ich weiß dass keine menschenseele in der nähe ist

wie in der wüste

oder im amazonas

auf einem segelschiff in der südsee

ich weiß es nicht wüsste ich aber gerne mal

die südsee zum beispiel ist ein sehr interessantes fleckchen erde

der sogenannte point nemo befindet sich auch dort

der wohl einsamste ort der erde

2000 kilometer

um einem herum

nichts

nur wasser

selbst die lebewesen unterwasser sind dortauch nur knapp zu beziffern

die nächstgelegene menschlische beseelung ist die ISS station die 150 kilometer über dem meeresspiegel mal für einen kurzen zeitraum diesem punkt am nächsten kommt

apropos raumfahrt

das gebiet um dem point nemo dient im übrigen auch als satelliten friedhof

beabsichtigte abstürze finden dort aufgrund der gänzlichen leere dort statt

manchmal wünschte ich auch dort mal ein bis zwei stunden zu verbringen um heraus zufinden wie es sich anfühlt komplett isoliert zu existieren und wie sich das auf meine gedanken auswirkt

natürlich ist das auch eine frage der umstände

weiß ich dass ich nach 1-2 stunden da wieder weg bin oder bleibe ich dort im ungewissen

wie lange wird meine panik dann wohl anhalten was passiert danach

dissoziation?

dahingehend fallen mir gedanken expiremente ein

spontan fällt mir gerade nur schrödingers katze ein

ein gedanken experiment dass quasi die ein phänomen in der quanten physik erklären soll das prinzip der superposition

also der überlagerung von kräften (in der quantenmechanik) aber auch der überlagerung von zuständen

also das sich geisse partikel

anders verhalten wenn man sie beobachtet im vergleich zu einem unbeobachteten partikel

die katze ist in einer box

sie lebt

sie ist tot

und nun?

das kann man eigentlich noch weiter spinnen

denn das prinzip der superposition heißt ja eigentlich dass sich zwei zustände zur gleichen zeit vorzufinden sind aber das subjekt das beobachtet ist selbst ein zustand irgendwie

bzw. eine weitere kraft die einfluss auf die dinge hat

kuttelmuttel

keine ahnung

aber es ist auf jeden fall interessant sich mit solchen dingen mal zu beschäftigen da es doch auch nochmal offenbart dass sich viele dinge komplett merkwürdig verhalten unbegreifbar irgendwo

in 100 Jahren ist da shcon wieder alles usos aber wie auch immer

in diesem Zuge denke ich beende ich meinen ersten Gedankenspaziergang und gehe mal wieder zurück.

Zweiter Dokuementierter Gedankenspaziergang

31.05.2020

alles wie gehabt

keine satzzeichen

keine groß- und kleinschreibung

ich gehe raus in die gedankenwelt und schreibe das nieder

was mich gerade begegnet

beziehungsweise

was mir in den kopf kommt

das ziel ist unbestimmt

wie bei einem spaziergang

tja

gerade ist stau auf dem gehweg

keine ahnung

gedankliches nadelöhr

ich vermute dass wohl gerade das wetter ein bisschen durchdreht

zumindest momentan

ich taste mich mal voran

irgendwo

hauptsache weg

ein paar schritte weiter gehen

als gestern

das wäre nicht schlecht

gerade ist mir aber

zugegebenenermaßen

nicht nach einem großen spaziergang

ich will nicht weit ausholen.